Ein Umstieg lohnt sich in den meisten Fällen, da beide Systeme aus 1 kWh Strom rund 3 bis 5 kWh Wärme erzeugen (Jahresarbeitszahl/SCOP 3 bis 5). Technisch ist eine moderne Split-Klimaanlage eine Luft-Luft-Wärmepumpe, während die klassische Gebäudeheizung meist als Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgeführt wird.
| Kriterium | Luft-Wasser-Wärmepumpe | Split-Klimaanlage (Luft-Luft) |
|---|---|---|
| Einsatzbereich | Zentralheizung für das gesamte Haus | Einzelne Räume oder Zonen |
| Warmwasser | Ja (integrierter Brauchwasserspeicher) | Nein (separater Durchlauferhitzer/Boiler nötig) |
| Investitionskosten | 20.000 – 35.000 € (vor Förderung) | 2.500 – 4.500 € pro Raum (inkl. Montage) |
| KfW-Förderung (BEG) | Bis zu 70 % über KfW-Heizungsförderung | Bis zu 70 % (sofern als primäre Raumheizung) |
| Wärmeverteilung | Über bestehende Heizkörper / Fußbodenheizung | Direkte Warmluft über Wandgeräte |
| Zusatznutzen | Optionale passive/aktive Flächenkühlung | Vollwertige, aktive Entfeuchtung & Raumkühlung |
Wann sich welches System lohnt
- Luft-Wasser-Wärmepumpe als Vollersatz: Ideal für Ein- und Zweifamilienhäuser, wenn die alte Öl- oder Gasheizung komplett weichen soll. Sie nutzt vorhandene Rohrleitungen, benötigt keine Innengeräte mit Lüftern im Wohnbereich und deckt den gesamten Warmwasserbedarf geräuschlos ab.
- Split-Klimaanlage als smarte Ergänzung oder Übergangslösung: Besonders wirtschaftlich, um bestehende Gas-, Öl- oder Nachtspeicherheizungen in der Übergangszeit (März bis Mai, September bis November) zu entlasten, oder für gut isolierte Wohnungen mit offener Raumaufteilung. Sie reagiert innerhalb von Minuten und bietet im Sommer vollwertige Klimatisierung.
