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Wärmepumpen sind heutzutage sehr effektiv 



Die Technologie hat in den letzten 5 bis 10 Jahren einen gewaltigen Sprung gemacht.

Früher galten Wärmepumpen oft als "nur für Passivhäuser geeignet" oder als "Stromfresser im Winter". Dieses Bild ist heute technisch überholt.

Hier sind die entscheidenden Faktoren, warum moderne Wärmepumpen heute so effektiv sind:


1. Der technologische Sprung: R290 (Propan)

Der vielleicht wichtigste Fortschritt der letzten Jahre ist der Wechsel zu natürlichen Kältemitteln, insbesondere R290 (Propan).

  • Hohe Vorlauftemperaturen: Ältere Wärmepumpen schafften oft nur mühsam 55 °C. Moderne Geräte mit R290 erreichen problemlos 70 °C bis 75 °C.

  • Warum das wichtig ist: Damit können auch bestehende Gebäude mit klassischen Heizkörpern effizient beheizt werden, ohne dass zwingend eine Fußbodenheizung nachgerüstet werden muss.

  • Umweltbonus: Propan ist extrem klimafreundlich (GWP = 3) im Vergleich zu alten Kältemitteln.


2. Effizienz durch "Inverter-Technologie"

Früher funktionierten Wärmepumpen oft wie ein Lichtschalter: An (Volllast) oder Aus. Das war ineffizient und laut.

  • Heute (Modulation): Moderne Verdichter arbeiten modulierend. Sie passen ihre Leistung stufenlos dem tatsächlichen Bedarf an. Wenn es draußen 10 °C hat, läuft die Pumpe vielleicht nur auf 20 % Leistung – flüsterleise und extrem sparsam.

3. Die entscheidenden Kennzahlen (JAZ und COP)

Um die Effizienz zu bewerten, schauen Experten auf die Jahresarbeitszahl (JAZ) oder den SCOP.

  • Die Faustformel: Aus 1 kWh Strom macht die Wärmepumpe 3 bis 5 kWh Wärme.

  • Im Neubau: Hier sind JAZ-Werte von 4,5 bis 5,0 keine Seltenheit mehr.

  • Im Altbau: Selbst in sanierten Altbauten erreichen gute Installationen heute oft eine JAZ von 3,0 bis 3,5. Das ist die Schwelle, ab der der Betrieb oft günstiger ist als Gas oder Öl.

Mythos vs. Realität: "Wärmepumpen funktionieren nicht im Altbau"

Fakt ist: Das Alter des Hauses ist fast egal. Entscheidend sind die Heizkörper und die Vorlauftemperatur.

Wenn man durch den Tausch einzelner Heizkörper (gegen größere Modelle) die benötigte Wassertemperatur auf ca. 50–55 °C senken kann, läuft eine Wärmepumpe auch in einem 30 Jahre alten Haus sehr effizient.


Fazit

Wärmepumpen sind heute nicht mehr nur eine "Öko-Lösung", sondern technischer Standard, der Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen schafft. Die Kombination mit einer eigenen Photovoltaik-Anlage macht das System dann oft unschlagbar günstig im Betrieb.

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