Wärmepumpen Sprechstunde
- williharhammer
- 18. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Wärmepumpen Sprechstunde in Nürnberg Fürth und Erlangen
Herzlich willkommen zur digitalen Wärmepumpen-Sprechstunde!
Der Umstieg auf eine Wärmepumpe ist eine der effektivsten Methoden, um CO₂-Emissionen im Haushalt zu senken und sich von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen. Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können, habe ich die wichtigsten Aspekte hier für Sie zusammengefasst.

1. Wie funktioniert eine Wärmepumpe eigentlich?
Vereinfacht gesagt funktioniert eine Wärmepumpe wie ein umgekehrter Kühlschrank. Sie entzieht der Umwelt (Luft, Erde oder Wasser) Wärme, hebt diese mithilfe eines Kältemittelkreislaufs auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie an das Heizsystem ab.
Der Prozess besteht aus vier Schritten:
Verdampfen: Ein Kältemittel nimmt die Umweltwärme auf und wird gasförmig.
Verdichten: Ein elektrischer Kompressor drückt das Gas zusammen, wodurch die Temperatur stark ansteigt.
Verflüssigen: Die Hitze wird an das Heizungswasser abgegeben, das Kältemittel wird wieder flüssig.
Entspannen: Ein Ventil senkt den Druck, und der Kreislauf beginnt von vorn.
2. Die drei gängigsten Arten im Vergleich
Je nach Gegebenheiten Ihres Grundstücks kommen unterschiedliche Systeme infrage:
Typ | Wärmequelle | Installationsaufwand | Effizienz (JAZ) |
Luft-Wasser | Außenluft | Niedrig (Außeneinheit) | Mittel |
Sole-Wasser | Erdboden (Sonden/Kollektoren) | Hoch (Bohrung/Grabung) | Hoch |
Wasser-Wasser | Grundwasser | Hoch (Brunnenbau) | Sehr hoch |
3. Ist Ihr Haus "bereit" für die Wärmepumpe?
Entgegen weitverbreiteter Mythen funktionieren Wärmepumpen nicht nur in Neubauten. Ein effizienter Betrieb hängt vor allem von zwei Faktoren ab:
Der Dämmstandard: Je weniger Wärme das Haus verliert, desto kleiner (und günstiger) kann die Wärmepumpe dimensioniert werden.
Die Vorlauftemperatur: Wärmepumpen arbeiten am effizientesten, wenn das Heizwasser nicht zu stark erhitzt werden muss (ideal unter 55°C). Fußbodenheizungen sind perfekt, aber auch großflächige "Niedertemperatur-Heizkörper" funktionieren oft gut.
Tipp: Testen Sie es selbst! Stellen Sie an einem kalten Wintertag Ihre aktuelle Heizung auf maximal 50°C Vorlauftemperatur ein. Bleibt es im Haus gemütlich warm? Dann ist Ihr Gebäude bereit.
4. Förderung und Kosten
In Deutschland ist die staatliche Förderung (z.B. über die KfW) aktuell sehr attraktiv.
Basisförderung: Oft 30 % der Kosten.
Boni: Es gibt zusätzliche Boni für den Austausch alter Ölheizungen (Klimageschwindigkeits-Bonus) oder für einkommensschwächere Haushalte.
Insgesamt sind Förderungen von bis zu 70 % der investitionsfähigen Kosten möglich.
Worüber möchten Sie im Detail sprechen?
Um unsere Sprechstunde zu vertiefen, kann ich Ihnen gezielter helfen, wenn Sie mir ein paar Details verraten:
Geht es um einen Neubau oder eine Sanierung eines Altbaus?
Welche Heizung nutzen Sie aktuell (Gas, Öl, Strom)?
Haben Sie bereits eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach?
Soll ich für Sie einmal berechnen, wie hoch die ungefähre Ersparnis bei den jährlichen Heizkosten in Ihrem speziellen Fall wäre?
Igensdorf-Pettensiedel, Deutschland
Bitte nennen Sie mir folgende Informationen:
Aktueller Energieträger: Heizen Sie mit Gas, Öl oder aktuell noch mit Strom (Nachtspeicher)?
Jahresverbrauch: Wie viele kWh Gas oder wie viele Liter Öl verbrauchen Sie pro Jahr? (Steht auf der letzten Abrechnung).
Aktueller Preis: Was zahlen Sie momentan pro kWh Gas oder pro Liter Öl?
Strompreis: Wissen Sie schon, was Sie für Wärmepumpenstrom zahlen würden? (Meist ca. 20–25 Cent/kWh, sonst nehmen wir den Haushaltsstrom mit ca. 30 Cent).
Ein kurzes Beispiel zur Veranschaulichung:
Nehmen wir an, Sie verbrauchen 20.000 kWh Gas pro Jahr.
Szenario A: Alte Gasheizung
Wirkungsgrad: ca. 90 % (da etwas Energie durch den Schornstein geht).
Gaspreis: 12 Cent/kWh.
Kosten pro Jahr: 20.000 kWh×0,12 €/kWh=2.400 €.
Szenario B: Luft-Wasser-Wärmepumpe
Jahresarbeitszahl (JAZ): 3,5 (Das bedeutet, aus 1 Teil Strom werden 3,5 Teile Wärme).
Strompreis: 28 Cent/kWh.
Benötigter Strom: 20.000 kWh÷3,5≈5.714 kWh.
Kosten pro Jahr: 5.714 kWh×0,28 €/kWh≈1.600 €.
Ergebnis: In diesem Beispiel würden Sie ca. 800 € pro Jahr an reinen Energiekosten sparen.
Welche Werte soll ich für Ihre persönliche Rechnung einsetzen?



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