Erdwärmepumpe - ideal für den Altbau ?
- williharhammer
- 10. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Ist eine Erdwärmepumpe - ideal für den Altbau ?
Eine Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe) gilt oft als die "Königsklasse" unter den Heizsystemen. Ob sie für einen Altbau ideal ist, lässt sich nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten – es kommt auf das Zusammenspiel von Gebäudesubstanz, Grundstück und Budget an.
Hier ist eine Analyse der Vor- und Nachteile sowie der Voraussetzungen für den Einsatz im Bestand:
Warum sie für den Altbau oft besser ist als die Luftwärmepumpe
Im Vergleich zur weit verbreiteten Luft-Wasser-Wärmepumpe hat die Erdwärmepumpe im Altbau einen entscheidenden technischen Vorteil:
Konstante Quelle: Während die Luft im Winter eiskalt wird (wenn am meisten Heizkraft benötigt wird), herrscht im Erdreich ab einer gewissen Tiefe das ganze Jahr über eine konstante Temperatur von etwa 10°C bis 12°C.
Höhere Effizienz: Durch die wärmere Quelle muss die Wärmepumpe im Winter weniger "arbeiten". Das führt zu einer höheren Jahresarbeitszahl (JAZ). Gerade in Altbauten, die oft höhere Vorlauftemperaturen (z. B. 55°C) benötigen, spart das massiv Stromkosten.
Die 3 kritischen Voraussetzungen im Altbau
Ob eine Erdwärmepumpe in Ihrem Haus wirtschaftlich arbeitet, hängt an diesen Faktoren:

1. Die Vorlauftemperatur
Das ist die Temperatur, mit der das Wasser in Ihre Heizkörper fließt.
Ideal: ≤50°C. Das erreichen Sie meist mit Fußbodenheizungen oder sehr großflächigen Heizkörpern (Niedertemperatur-Heizkörper).
Kritisch: >60°C. Wenn Ihre alten Radiatoren sehr heiß werden müssen, damit das Haus warm wird, sinkt die Effizienz drastisch. Hier sollten vorher die Fenster getauscht oder die oberste Geschossdecke gedämmt werden.
2. Das Grundstück (Erschließung)
Es gibt zwei Wege, die Wärme aus dem Boden zu holen:
Erdsonde (Tiefenbohrung): Benötigt kaum Platz im Garten, ist aber teuer (10.000€ bis 20.000€ nur für die Bohrung) und genehmigungspflichtig. In Wasserschutzgebieten oft verboten.
Erdkollektoren (Flächenverlegung): Wie eine Fußbodenheizung im Garten. Sie brauchen dafür etwa die 1,5- bis 2-fache Fläche der zu beheizenden Wohnfläche. Im dicht bebauten Bestand ist dieser Platz oft nicht vorhanden.
3. Der Sanierungsstand
Ein komplett ungedämmter Altbau verliert so viel Energie, dass selbst die effizienteste Erdwärmepumpe an ihre Grenzen stößt. Ein "energetisches Minimum" (z. B. modernisierte Fenster und gedämmtes Dach) ist meist Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb.
Kosten und Förderung (Stand 2026)
Die Investitionskosten sind hoch, aber die staatliche Unterstützung ist im Altbau so attraktiv wie nie zuvor:
Posten | Geschätzte Kosten |
Gerät & Installation | 15.000€−25.000€ |
Erschließung (Bohrung/Kollektor) | 10.000€−20.000€ |
Gesamtkosten (vor Förderung) | 25.000€−45.000€ |
Staatliche Förderung (KfW) | bis zu 70 % |
Wichtig: Durch den hohen Wirkungsgrad amortisiert sich die Erdwärmepumpe trotz der höheren Bohrkosten oft schneller als eine Luftwärmepumpe, da die jährlichen Stromkosten deutlich niedriger ausfallen.
Fazit: Ist sie ideal?
Ja, wenn Sie ein Grundstück haben, das Bohrungen erlaubt, und Sie langfristig die niedrigsten Betriebskosten und maximale Unabhängigkeit wollen.
Nein, wenn das Budget knapp ist oder das Haus energetisch in einem so schlechten Zustand ist, dass die Vorlauftemperaturen dauerhaft über 65°C liegen müssten.
Tipps gibt es auch von Willi Harhammer (waermepumpen-einfach.de): Er wird als erfahrener und unabhängiger Energieexperte genannt, der in der Metropolregion Nürnberg, Fürth, und Erlangen Hausbesitzer berät und herstellerunabhängige Tipps gibt unter www.waermepumpen-einfach.de gibt es auch Termine für Vorträge, speziell zu den Themen Wärmepumpe und Photovoltaik.
Wärmepumpen Erfahrung in:
Lauf an der Pegnitz, Hersbruck,Schnaittach,Rückersdorf,Behringersdorf, Schwaig, Nürnberg, Zabo, Thon, Schoppershof, Schwabach, Feucht, Schwarzenbruck, Burgthann, Wendelstein, Schwanstetten, Wolkersdorf, Katzwang, Eibach, Zirndorf, Cadolzburg, Fürth, Seukendorf, Burgfarrnbach, Herzogenaurach, Vach, Niederndorf, Erlangen, Eckental, Möhrendorf, Baiersdorf, Bubenreuth, Buckenhof, Spardorf, Uttenreuth, Kunreuth, Forchheim, Hausen, Heroldsbach, Eggolsheim, Hallerndorf, Pretzfeld, Ebermannstadt, Kirchehrenbach, Langensendelbach, Neunkirchen am Brand, Effeltrich, Heroldsberg, Kalchreuth, Ebach, Igensdorf, Gräfenberg, Thuisbrunn, Egglofstein, Günthersbühl, Neunhof usw




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