Möglichkeiten mit Wärmepumpe für Eigentümer oder Mieter in Nürnberg Erlangen Fürth
- williharhammer
- 28. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 29. Dez. 2025
Welche Möglichkeiten mit Wärmepumpe gibt es für für Eigentümer oder Mieter in Nürnberg Erlangen Fürth
Beispiel: Ein Gebäude mit 50 Parteien und dem Baujahr 1995 bietet eine hervorragende Ausgangslage für den Umstieg auf eine Wärmepumpe. Da Häuser aus diesem Jahr bereits nach der 3. Wärmeschutzverordnung gebaut wurden, verfügen sie meist über eine solide Grunddämmung und Isolierverglasung, was die Effizienz einer Wärmepumpe massiv steigert.
Hier sind die realistischen Möglichkeiten und technischen Wege für Ihr Objekt: Welche Möglichkeiten mit Wärmepumpe für Eigentümer oder Mietshaus bei 50 Parteien Baujahr 1995 ?
Die technischen Konzepte
Für 50 Wohneinheiten (ca. 150–200 kW Heizlast) kommen vor allem drei Szenarien infrage:
A. Die Luft-Wasser-Wärmepumpen-Kaskade (Häufigste Lösung)
Statt eines riesigen Einzelgeräts werden 4 bis 8 leistungsstarke Standard-Wärmepumpen zusammengeschaltet.
Vorteil: Hohe Betriebssicherheit (fällt ein Gerät aus, laufen die anderen weiter) und präzise Anpassung an den Bedarf (Teillastbetrieb).
Herausforderung: Platzbedarf für die Außeneinheiten (Dach oder Innenhof) und Schallschutzvorgaben.
B. Die Hybridheizung (WP + Gas/Öl)
Die bestehende Gasheizung (oder eine neue Brennwerttherme) bleibt für die extrem kalten Tage (Spitzenlast) erhalten. Die Wärmepumpe übernimmt 80–90 % der Jahresheizarbeit (Grundlast).
Vorteil: Geringere Investitionskosten, da die Wärmepumpe kleiner dimensioniert werden kann. Ideal, wenn die vorhandenen Heizkörper in den Wohnungen sehr hohe Vorlauftemperaturen benötigen.
Zukunftssicherheit: Erfüllt die 65%-Erneuerbare-Energien-Vorgabe des GEG problemlos.
C. Großwärmepumpe mit Geothermie (Sole-Wasser)
Falls das Grundstück groß genug ist (für Sondenbohrungen), ist dies die effizienteste, aber auch teuerste Lösung.
Vorteil: Konstante Effizienz auch bei -15 °C, kein Lärm im Außenbereich.
2. Der "1995er Check": Was muss getan werden?
Obwohl das Baujahr gut ist, müssen zwei Punkte geprüft werden:
Vorlauftemperatur: Können die vorhandenen Heizkörper die Räume bei 55 °C Vorlaufwarm halten? (Meistens ja, da Heizkörper 1995 oft überdimensioniert wurden). Ein hydraulischer Abgleich ist hierfür zwingend und wird gefördert.
Warmwasserbereitung: Bei 50 Parteien ist die Legionellenprüfung Pflicht. Hier wird oft eine Systemtrennung empfohlen: Die Wärmepumpe heizt den Speicher auf 50–55 °C vor, und eine elektrische Nachheizung oder eine kleine Hochtemperatur-Wärmepumpe hebt die Temperatur kurzzeitig für die Hygiene an. Möglichkeiten mit Wärmepumpe für Eigentümer oder Mieter in Nürnberg Erlangen Fürth
3. Wirtschaftlichkeit & Förderung (Stand 2025)
Für ein Mietshaus oder eine Eigentümergemeinschaft (WEG) ist die staatliche Förderung (KfW) aktuell sehr attraktiv:
Förderbaustein | Höhe |
Basisförderung | 30 % |
Effizienz-Bonus (bei natürlichem Kältemittel wie R290) | + 5 % |
Klimageschwindigkeits-Bonus (für selbstnutzende Eigentümer) | + 20 % |
Maximalförderung | 35 % - 70 % (gedeckelt) |

Rechenbeispiel für 50 Einheiten: Die förderfähigen Kosten sind bei Mehrfamilienhäusern gestaffelt:
Wohneinheit: 30.000 €
2.–6. WE: je 15.000 €
Ab der 7. WE: je 8.000 €
Gesamt förderfähige Kosten für 50 WE: 30.000+(5×15.000)+(44×8.000)=457.000 €.
Bei einer Förderung von 35 % (Vermieter-Standard) erhalten Sie ca. 160.000 € Zuschuss.
4. Die größten Hürden bei 50 Parteien
Stromanschluss: Ein 200 kW Wärmepumpen-System benötigt einen starken Netzanschluss. Hier muss der Netzbetreiber frühzeitig prüfen, ob die Kapazität im Straßenzug ausreicht.
Beschlussfassung (bei WEG): Der Umstieg ist eine "ordnungsgemäße Erhaltung" oder "Modernisierung". Seit der Reform des WEG-Rechts reicht oft die einfache Mehrheit, aber die Finanzierung (Sonderumlage oder KfW-Kredit) muss stehen.
Platzierung: Wo stehen die Außengeräte? Bei 50 Einheiten ist die Schallemission gegenüber Nachbarn ein kritisches Thema (Lärmschutzgutachten empfohlen).
Mein Rat für den nächsten Schritt
Lassen Sie als Erstes eine Heizlastberechnung nach DIN 12831 und eine Prüfung der Heizkörperflächen durchführen. Das kostet wenig Geld (wird oft zu 50 % gefördert) und beantwortet die Frage: "Reicht eine Wärmepumpe allein oder brauchen wir ein Hybrid-System?"
Wärmepumpen im Bereich Nürnberg Fürth Erlangen
Tipps gibt es auch von Willi Harhammer (waermepumpen-einfach.de): Er wird als erfahrener und unabhängiger Energieexperte genannt, der in der Metropolregion Nürnberg, Fürth, und Erlangen Hausbesitzer berät und herstellerunabhängige Tipps gibt unter www.waermepumpen-einfach.de gibt es auch Termine für Vorträge, speziell zu den Themen Wärmepumpe und Photovoltaik.



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