Wärmepumpe oder doch Öl?
- williharhammer
- 13. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 15. Dez. 2025

Wärmepumpe oder doch Ölheizung
Das ist eine sehr wichtige und zukunftsweisende Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt.
Kurz gesagt: Die Wärmepumpe gilt als die zukunftssichere, klimafreundliche und langfristig wirtschaftlichere Lösung, während die Ölheizung in Deutschland aufgrund des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der steigenden CO₂-Steuer langfristig an Attraktivität verliert und ab 2045 nicht mehr mit fossilem Öl betrieben werden darf.
Hier ist ein detaillierter Vergleich der wichtigsten Aspekte:
Wärmepumpe (WP)
Die Wärmepumpe nutzt Umweltenergie (Luft, Erdreich oder Wasser) und gilt als Technologie der Zukunft.
Vorteile
Zukunftssicherheit: Erfüllt die Anforderungen des GEG (65 % erneuerbare Energien) und ist unabhängig von fossilen Brennstoffen.
Langfristige Kostenersparnis: Geringere Betriebskosten als eine Ölheizung, insbesondere da die CO₂-Steuer entfällt und der Stromverbrauch, wenn die WP effizient arbeitet, gering ist.
Hohe staatliche Förderung: Es sind bis zu 70 % der Investitionskosten möglich, was die hohen Anschaffungskosten deutlich reduziert (Grundförderung, Klima-Geschwindigkeits-Bonus für den Austausch alter Öl-/Gasheizungen, Einkommens-Bonus).
Umweltfreundlichkeit: Deutlich geringere CO₂-Emissionen, besonders bei Nutzung von Ökostrom oder in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage.
Weitere Funktion: Kann im Sommer oft auch zur Kühlung genutzt werden.
Platzersparnis: Kein Öllagerraum erforderlich.
Nachteile
Hohe Anschaffungskosten: Ohne Förderung sind die Kosten für die Anschaffung und Installation (ca. 15.000 € bis 50.000 € je nach Typ) deutlich höher als für eine reine Ölheizung.
Abhängigkeit vom Strompreis: Die Betriebskosten hängen vom Strompreis ab.
Effizienz im Altbau: Kann in unsanierten Altbauten mit sehr hohen Vorlauftemperaturen und kleinen Heizkörpern weniger effizient arbeiten. Wichtig: Eine energetische Sanierung (Dämmung, größere Heizflächen) kann hier jedoch oft Abhilfe schaffen.
Ölheizung
Eine moderne Öl-Brennwertheizung ist effizienter als alte Anlagen, nutzt aber einen fossilen Brennstoff.
Vorteile
Niedrigere Anschaffungskosten: Der Austausch eines alten Kessels ist mit etwa 8.000 € bis 12.000 € in der Regel günstiger als eine Wärmepumpe ohne Förderung.
Bewährte Technologie: Einfache Installation und hohe Vorlauftemperaturen, die auch für unsanierte Altbauten gut geeignet sind.
Weiterbetrieb: Funktionierende Ölheizungen dürfen bis Ende 2044 weiterbetrieben werden.
Nachteile
Keine Zukunftssicherheit: Ab dem 1. Januar 2045 ist der Betrieb mit fossilem Öl verboten.
Steigende Betriebskosten: Die CO₂-Steuer verteuert fossile Brennstoffe wie Heizöl kontinuierlich.
Kaum Förderung: Es gibt keine staatliche Förderung mehr für den Einbau reiner Ölheizungen.
Umweltschädlich: Hohe CO₂-Emissionen und Abhängigkeit von globalen Rohstoffpreisen.
Platzbedarf: Lagerraum für den Öltank ist erforderlich.
GEG-Regeln: Auch beim Einbau einer neuen Ölheizung müssen Sie die Vorgaben des GEG beachten (z. B. Beratungspflicht, Nachrüstpflicht für erneuerbare Energien ab 2029/2030, gekoppelt an die kommunale Wärmeplanung).
Zusammenfassung und Empfehlung
Die Entscheidung hängt stark von Ihrer individuellen Situation ab:
Kriterium | Wärmepumpe | Ölheizung (Brennwert) |
Zukunftssicherheit | Sehr hoch (erfüllt GEG) | Sehr gering (Betriebsverbot ab 2045) |
Langfristige Kosten | Niedrig (keine CO₂-Steuer, geringe Wartung) | Hoch (steigende CO₂-Steuer, höhere Wartung) |
Förderung | Sehr hoch (bis zu 70 %) | Keine |
Anschaffung (netto nach Förderung) | Ggf. niedriger als Ölheizung | Niedrig, aber ohne staatliche Unterstützung |
Gebäude-Voraussetzung | Ideal: Gute Dämmung, Fußbodenheizung (geht oft auch im Bestandsbau) | Geht in fast jedem Haus, aber zukunftslos |
Meine klare Empfehlung:
Wenn Sie ein neues Heizsystem installieren müssen und Ihr Gebäude grundsätzlich wärmepumpentauglich ist (z. B. durch moderate Dämmung oder große Heizflächen): Wählen Sie die Wärmepumpe. Die hohen Förderungen und die langfristig niedrigeren Betriebskosten machen sie zur wirtschaftlichsten Wahl.
Wenn Ihre Ölheizung noch funktioniert und Sie die maximal mögliche Übergangszeitnutzen wollen: Reparieren Sie sie gegebenenfalls und warten Sie auf die Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung (spätestens 2026/2028). Aber: Beachten Sie die stetig steigenden Kosten durch die CO₂-Steuer.
Für eine fundierte Entscheidung sollten Sie immer eine Energieberatung oder einen Fachmann hinzuziehen, die Ihr Gebäude individuell bewertet. z.B. www.waermepumpen-einfach.de im Raum Nürnberg Fürth Erlangen und Forchheim.
Experten aus der Praxis wie Wärmepumpenberater wie Willi Harhammer - mit mehr als 2500 Installationen im Wärmepumpenbereich und als Gründer einer mittelständischen Wärmepumpen und Solartechnik Firma hat er in den letzten 40 Jahren wahnsinnig viel Erfahrungen sammeln können. Die kann er nun an seine Interessenten weitergeben. Mehr auf der Seite : https://www.waermepumpen-einfach.de



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