Wärmepumpen - einfach
- williharhammer
- 20. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Eine Wärmepumpe ist im Grunde ein umgekehrter Kühlschrank. Während ein Kühlschrank die Wärme aus seinem Inneren nach draußen leitet, um Lebensmittel zu kühlen, holt die Wärmepumpe Wärme von draußen (aus der Luft, der Erde oder dem Wasser) nach drinnen, um das Haus zu heizen.
Hier ist das Prinzip einfach erklärt:

Wie funktioniert sie? (Der Kreislauf)
Der Prozess nutzt ein spezielles Kältemittel, das in einem geschlossenen Kreislauf fließt und schon bei sehr niedrigen Temperaturen (sogar bei Minusgraden!) verdampft.
Wärme aufnehmen: Die Außenluft oder Erdwärme erwärmt das kalte Kältemittel. Dieses wird dadurch gasförmig.
Verdichten: Ein elektrischer Kompressor drückt das Gas zusammen. Durch den hohen Druck wird das Gas richtig heiß (ähnlich wie eine Luftpumpe beim Aufpumpen warm wird).
Wärme abgeben: Das heiße Gas gibt seine Wärme an das Heizungswasser (für Heizkörper oder Fußbodenheizung) ab und wird dabei wieder flüssig.
Entspannen: Ein Ventil lässt den Druck wieder ab, das Kältemittel kühlt stark ab und der Kreislauf beginnt von vorn.
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Die drei gängigsten Arten
Je nachdem, woher die Energie kommt, unterscheidet man:
Typ | Wärmequelle | Aufwand & Kosten | Effizienz |
Luft-Wasser | Außenluft | Gering (einfache Aufstellung) | Gut |
Sole-Wasser | Erdreich | Hoch (Bohrung oder Kollektoren) | Sehr gut |
Wasser-Wasser | Grundwasser | Sehr hoch (Brunnen nötig) | Exzellent |
Warum ist das "schlau"?
Viel Wärme aus wenig Strom: Aus 1 Teil Strom macht eine gute Wärmepumpe etwa 3 bis 5 Teile Wärme. Den Rest holt sie sich kostenlos aus der Natur.
Umweltfreundlich: Da kein Öl oder Gas verbrannt wird, stößt sie (bei Nutzung von Ökostrom) kein CO2 aus.
Kühlfunktion: Viele Geräte können im Sommer den Spieß umdrehen und das Haus sanft kühlen.
Was man beachten sollte
Damit eine Wärmepumpe effizient arbeitet, sollte das Haus gut gedämmt sein. Besonders gut funktioniert sie mit einer Fußbodenheizung, da diese keine extrem hohen Wassertemperaturen benötigt.


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