Wieviel Tage muss eine Wärmepumpe den Heizstab hinzunehmen wenn man die Wärmepumpe eine Stufe kleiner nimmt
- williharhammer
- 10. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Wenn du eine Wärmepumpe eine Leistungsstufe kleiner wählst (z. B. 5 kW statt 7 kW), verschiebt sich der sogenannte Bivalenzpunkt nach oben. Das ist die Außentemperatur, ab der die Wärmepumpe es nicht mehr alleine schafft und der elektrische Heizstab (Zusatzheizung) unterstützen muss.
Wie viele Tage der Heizstab tatsächlich einspringt, hängt stark von deiner Region und dem Dämmstandard deines Hauses ab. Hier sind die statistischen Richtwerte für Deutschland:
1. Verschiebung der Einsatztage
In der Regel wird eine Wärmepumpe so ausgelegt, dass der Bivalenzpunkt bei etwa -7 °C liegt. Wählst du sie eine Stufe kleiner, rutscht dieser Punkt oft in den Bereich von -2 °C bis 0 °C.
Auslegung (Bivalenzpunkt) | Typische Tage mit Heizstab-Einsatz |
Standard (-7 °C) | ca. 5 bis 15 Tage (meist nur nachts für wenige Stunden) |
Eine Stufe kleiner (ca. 0 °C) | ca. 20 bis 40 Tage (v. a. in kalten Nächten und an "Eistagen") |
2. Warum "mehr Tage" nicht automatisch "teuer" bedeutet
Es ist ein häufiges Missverständnis, dass der Heizstab an diesen Tagen die gesamte Heizlast übernimmt. Tatsächlich deckt die Wärmepumpe auch bei -10 °C meist noch den Großteil (z. B. 60–70 %) der Last ab. Der Heizstab liefert lediglich die fehlenden 30 %.
Energieanteil: Selbst wenn der Heizstab an 30 Tagen im Jahr kurzzeitig mitläuft, macht sein Anteil am Gesamtjahresverbrauch meist nur 3 % bis 5 % aus.
Kostenbeispiel: Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus führt die kleinere Dimensionierung oft nur zu Mehrkosten von ca. 50 € bis 150 € pro Jahr für Strom – was oft deutlich günstiger ist als der Aufpreis für das nächstgrößere Wärmepumpen-Modell.
3. Der große Vorteil der kleineren Stufe
Eine Wärmepumpe "eine Nummer kleiner" zu nehmen, ist oft sogar technisch sinnvoll:
Weniger "Takten": In der langen Übergangszeit (März bis Mai und September bis November) ist eine große Wärmepumpe oft überdimensioniert. Sie schaltet ständig an und aus (Takten), was den Verschleiß erhöht.
Längere Lebensdauer: Die kleinere Maschine läuft stetiger durch ("Modulation") und schont so den Kompressor.
Zusammenfassung
Wenn du die Wärmepumpe eine Stufe kleiner nimmst, musst du damit rechnen, dass der Heizstab an etwa 20 bis 40 Tagen (statt ca. 10 Tagen) unterstützend eingreift. In milden Regionen (z. B. Rheinland) wirst du den Unterschied kaum spüren, in kalten Regionen (z. B. Oberbayern oder Erzgebirge) ist der Effekt deutlicher.
Tipps gibt es auch von Willi Harhammer (waermepumpen-einfach.de): Er wird als erfahrener und unabhängiger Energieexperte genannt, der in der Metropolregion Nürnberg, Fürth, und Erlangen Hausbesitzer berät und herstellerunabhängige Tipps gibt unter www.waermepumpen-einfach.de gibt es auch Termine für Vorträge, speziell zu den Themen Wärmepumpe und Photovoltaik.
Wärmepumpen Erfahrung in:
Lauf an der Pegnitz, Hersbruck,Schnaittach,Rückersdorf,Behringersdorf, Schwaig, Nürnberg, Zabo, Thon, Schoppershof, Schwabach, Feucht, Schwarzenbruck, Burgthann, Wendelstein, Schwanstetten, Wolkersdorf, Katzwang, Eibach, Zirndorf, Cadolzburg, Fürth, Seukendorf, Burgfarrnbach, Herzogenaurach, Vach, Niederndorf, Erlangen, Eckental, Möhrendorf, Baiersdorf, Bubenreuth, Buckenhof, Spardorf, Uttenreuth, Kunreuth, Forchheim, Hausen, Heroldsbach, Eggolsheim, Hallerndorf, Pretzfeld, Ebermannstadt, Kirchehrenbach, Langensendelbach, Neunkirchen am Brand, Effeltrich, Heroldsberg, Kalchreuth, Ebach, Igensdorf, Gräfenberg, Thuisbrunn, Egglofstein, Günthersbühl, Neunhof usw




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